Hydrauliköl

Was macht ein Hydrauliköl?

Die Hydraulik ist u. a. für die Kraftübertragung zuständig. Das Hydrauliköl wird in den Zylinder geleitet und steht somit unter Druck. Dadurch werden die daran befindlichen Kolben in Bewegung gesetzt. Durch diese Kraftübertragung werden Maschinen angetrieben. Der Druck in einer Hydraulik kann nahezu ohne Verluste übertragen werden.

Hydrauliköl ist eine alterungsbeständige und nichtschäumende Druckflüssigkeit. Wie bei allen Ölen gibt es auch hier Unterschiede und entsprechende Anforderungen der Hydraulik. Einsatz z. B. in Staplern, Holzspaltern, Traktoren, Servolenkung.

Welche Hydrauliköle gibt es?

Hydrauliköle werden gemäß DIN in unterschiedliche Qualitäten eingeteilt. Nachfolgend eine kurze Auflistung der gängigsten Hydrauliköle.

Abkürzung Beschreibung
HLP Erhöhter Korrosionsschutz, erhöhte Altersbeständigkeit, Reib- und Verschleißminderung. Einsatz bei üblicher thermischer Belastung
HLPD Das D steht für die detergierenden Eigenschaften. Das bedeutet, dass das Öl bis zu 5% Wasser aufnehmen und speichern kann
HVLP Das V beim HVLP, dem sogenannten Mehrbereichs-Hydrauliköl, bedeutet, dass das Öl über ein Additiv verfügt, welches das Viskositäts-Temperatur-Verhalten verbessert
HVLPD Siehe HLPD. Zusätzlich sind die HVLPD-Hydrauliköle mit einem VI improver versetzt, was Ihnen u. a. einen Mehrbereichscharakter gibt
HVLP-AF (ZF) Zink- und aschefreie Hydrauliköle
HEES Synthetische Ester sind biologisch abbaubar, besitzen eine gute Alterungsbeständigkeit und sind unempfindlich gegenüber extremen Arbeitstemperaturen. Die Produktion dieser Öle kann auf Basis nachwachsender Rohstoffe oder auf Basis von Mineralöl erfolgen
HETG Die Abkürzung HETG steht für Hydraulic Oil Environmental Triglycerid. Diese pflanzlichen Öle sind biologisch abbaubar, besitzen eine geringere Alterungsbeständigkeit und sind in der Regel nicht wassergefährdend
NSF H1 Qualität für lebensmittelverträgliche Hydraulikflüssigkeiten, bei denen ein gelegentlicher Kontakt mit Lebensmitteln nicht auszuschließen ist
NSF H2 Qualität für lebensmittelverträgliche Hydraulikflüssigkeiten, bei denen kein Kontakt mit Lebensmitteln besteht
HFC Wasserglykole. Qualität für schwerentflammbare Hydrauliköle mit einem Wassergehalt >35% und einer Polyglykol-Lösung. Diese Hydrauliköle sind schwer entflammbar – die Einsatztemperaturen liegen zwischen 20°C bis 60°C

Kann ich alle Hydrauliköle miteinander mischen?

Generell wird von dem Mischen unterschiedlicher Qualitäten abgeraten. Auch gleiche Qualitäten von unterschiedlichen Herstellern geben keine 100%ige Garantie zur Verträglichkeit der beiden Öle. Generell muss man zwischen der Mischbarkeit und der Verträglichkeit unterscheiden.

Die Mischbarkeit bezieht sich auf die chemische Zusammensetzung bzw. die chemischen Eigenschaften des Öles. Die Verträglichkeit bezieht sich auf den Zeitpunkt nach dem Mischen – behält das Öl seine Eigenschaften oder werden diese negativ beeinflusst, weil beide Öle z. B. nicht über das gleiche Additivpaket verfügen.

Zudem gibt es Hydrauliköle mit unterschiedlichen Grundölen (mineralisch, vollsynthetisch, HEES gesättigter und ungesättigter Ester, zinkfrei, aschefrei, PAO, etc.). Nach dem Mischen unterschiedlicher Qualitäten kann es zu Verschlammungen, Ablagerungen oder Schaumbildung kommen.

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